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PKV – als Student umfassend krankenversichert

Als Student steht man vor vielen neuen Herausforderungen. Die erste eigene Wohnung/WG, zum ersten Mal den Tagesablauf komplett selbst planen und nicht zuletzt die Tatsache, teilweise hunderte Kilometer vom elterlichen Zuhause entfernt zu leben machen das Studentenleben interessant und abwechslungsreich. Mit Fragen, wie die nach der Krankenversicherung, beschäftigen sich Erstsemester daher kaum. Mitunter ein Fehler. Denn das Studium ist nicht nur der erste Schritt in Richtung Karriere und Beruf. Es bietet auch die Möglichkeit, sich im Bereich der Krankenversicherung zu verändern und in die PKV zu wechseln.

PKV: Wann können sich Studenten versichern

Die private Krankenversicherung lockt mit höheren Leistungen als die GKV. Allerdings muss jeder Student die PKV aus eigener Tasche finanzieren. Daher wird dieser Option kaum Beachtung geschenkt. Was Studenten häufig vergessen – über das Bundesausbildungsförderungsgesetz wird ein Zuschuss gewährt, falls die Krankenversicherung aus eigener Tasche bezahlt wird. Dessen Höhe liegt derzeit bei 54 Euro für die Kranken- und 10 Euro für die Pflegeversicherung.

Somit wäre zumindest das Problem der Finanzierung schon teilweise geklärt. Können Studenten sich aber ohne Weiteres in der privaten Krankenversicherung absichern? Eine Frage, deren Betrachtung sich durchaus lohnt. Die meisten Studenten sind zu Beginn des Studiums im Rahmen einer Familienversicherung der GKV abgesichert und genügen damit der in § 5 SGB V vorgeschriebenen Versicherungspflicht.

Im Gegensatz zu Arbeitnehmern, die erst ein Einkommen oberhalb der JAEG erreichen müssen, um im Sinne des SGB V versicherungsfrei zu werden, haben es Studenten einfacher. Sie können sich auf Antrag von der Versicherungspflicht (innerhalb von drei Monaten nach Beginn des 1. Semesters) in der GKV befreien lassen und anschließend in die PKV eintreten. Allerdings gilt dieser Entschluss für die gesamte Studiendauer.

Beitrag und Leistungen der PKV für Studenten

Welche Vorteile hat die private Krankenversicherung für Studenten? Generell gilt die PKV aus Sicht der versicherten Leistungen als bessere Alternative zu GKV. Allerdings darf in diesem Zusammenhang nicht pauschalisiert werden. Im Rahmen der Krankenversicherung für Studenten muss ganz klar zwischen zwei möglichen Versicherungen getrennt werden.

Einerseits der „klassischen“ privaten Krankenvollversicherung und auf der anderen Seite der „studentischen“ PKV. Letzterer hebt sich von den Normaltarifen unter anderem durch eine einheitliche Prämie in Höhe von:

87,30 Euro (bis zu einem Alter von 24 Jahren),
104,40 Euro (zwischen 24 und 29 Jahren),
110,50 Euro ab einem höheren Alter der Studenten ab.

Im Rahmen des Studententarifs, der von mehreren Unternehmen einheitlich angeboten wird, erstatten die Versicherer unter anderem Leistungen zum 1,7-fachen Satz der GOÄ und 2,0-fachen Satz der GOZ. In den Normaltarifen steht Studenten dagegen die volle Bandbreite der privatärztlichen Leistungen offen. Neben einem höheren Leistungsspektrum hat die PKV noch einen anderen Vorteil – sie kommt auch für Behandlungen im Ausland auf. Insbesondere Studenten, die bereits das Auslandssemester oder Praktikum fest eingeplant haben, ist dieser Punkt ein Vorteil.


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